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Montag, 29. Dezember 2014
Nordpol-Forscher und Lesenachmittag vor dem Kamin
Als Mutti Silber ein kleines Mädchen war, hatte sie präzise Karrierevorstellungen. Nordpolforscher, so ihr Plan. Wenn sich in ihrem Heimatort der Schnee hoch türmte, dann zog sie los, Lieblingsonkel und kleinster Bruder im Schlepptau. Ich sehe sie vor meinem geistigen Auge durch den Schnee staksen; Die dünnen Beinchen nur mit einer Wollstrumpfhose bekleidet. Denn Schihosen für Mädchen waren damals noch nicht erfunden, zumindest nicht in der Vorstellung meiner Oma. Das hielt Mutti allerdings nicht davon ab, sich ins Schneetreiben zu stürzen, auf der Suche nach dem Eisbären aus dem Bilderbuch und dem magischen Etwas, das sich Nordpol nannte.
Samstag, 27. Dezember 2014
Jahresrückblick 2014
Januar
Nun wird's ernst. Baby Silver hat sich definitiv für Sommer angekündigt. Trotz Schwangerschaft fahre ich im Januar ins eisige Mecklenburg. Bei Temperaturen um -10 Grad überwache ich mein Projekt. Draußen ist es bitterkalt, der See ist zugefroren. Doch die Schneelandschaft ist bezaubernd schön. Auf der Rückfahrt machen Stanley und ich Station in Berlin: Steuerplanung, Blitzeis und nächtliche Gassi-Runden im Tierpark prägen die Erinnerung.
Nun wird's ernst. Baby Silver hat sich definitiv für Sommer angekündigt. Trotz Schwangerschaft fahre ich im Januar ins eisige Mecklenburg. Bei Temperaturen um -10 Grad überwache ich mein Projekt. Draußen ist es bitterkalt, der See ist zugefroren. Doch die Schneelandschaft ist bezaubernd schön. Auf der Rückfahrt machen Stanley und ich Station in Berlin: Steuerplanung, Blitzeis und nächtliche Gassi-Runden im Tierpark prägen die Erinnerung.
Mittwoch, 24. Dezember 2014
Pleiten, Pech und polnische Gänse oder Familie Silber wünscht Frohe Weihnachten
In Vorbereitung auf heute Abend habe ich gedanklich die Weihnachtsfeiern der Familie Silber Revue passieren lassen. In den Jahren sind einige schöne, ungewöhnliche und natürlich amüsante Erinnerung entstanden. Hier folgt nun "The Very Best of Christmas" aus dem Hause Silber:
Sonntag, 23. November 2014
Thanksgiving für zwei
Dieses Jahr wollte ich "richtig" feiern. Eigentlich war der Plan, zu acht um den Esstisch zu sitzen. Mit Truthahn und traditionellen Drumherum. Leider kam mir diese Idee zu spontan. Nämlich zu dem Zeitpunkt, als sich kein gemeinsames freies Wochenende mit unseren Freunden mehr fand. Ausfallen lassen wollte ich das Fest nicht.
Dienstag, 18. November 2014
Der Tag, als mein Vater starb
Am Tag, als mein Vater starb, schien die Sonne durch mein Fenster.
Ein leuchtend blauer Herbsthimmel, voller Versprechungen.
Ein leuchtend blauer Herbsthimmel, voller Versprechungen.
Sonntag, 9. November 2014
Mutti Silber im Kinderparadies
Vati Silber war militant, was Ordnung anbelangte.
Die Zimmer picobello, Schuhe im Schrank und Mülleimer stets geleert.
Mutti Silber sieht das, seit die Großkinderchen da sind, nicht mehr so eng. Nicht, dass sie ein Feind der Ordnung wäre. Das Ziel des kreativen Chaos in der Villa Silber scheint eher die Schaffung eines pädagogisch wertvollen Umfelds. Wahrscheinlich einem der Forschungsartikel entnommen, die sich auf Mutti Silbers Nachttischchen stapeln. Doch das ist eine andere Geschichte.
Die Zimmer picobello, Schuhe im Schrank und Mülleimer stets geleert.
Mutti Silber sieht das, seit die Großkinderchen da sind, nicht mehr so eng. Nicht, dass sie ein Feind der Ordnung wäre. Das Ziel des kreativen Chaos in der Villa Silber scheint eher die Schaffung eines pädagogisch wertvollen Umfelds. Wahrscheinlich einem der Forschungsartikel entnommen, die sich auf Mutti Silbers Nachttischchen stapeln. Doch das ist eine andere Geschichte.
Sonntag, 12. Oktober 2014
Don't mess with my little sister!
Stanley ist Feuer und Flamme für seine kleine Schwester.
Wie gewöhne ich den Hund am besten ans Baby?
Mich schlau gemacht, beschloss ich, möglichst keine Distanzen aufzubauen und Doggie unter Aufsicht einfach mal machen zu lassen.
Sonntag, 27. Juli 2014
Baby, Baby! - Oder Unverhofft kommt oft
Tja, die Sache mit dem Kinderkriegen.
Ewig wollten wir keins.
Warum auch? Nölt rum. Grapscht mit Marmeladefingern nach Seidenvorhängen. Hält uns davon ab, den Grand Canyon in der Abendsonne zu genießen.
Nun ja. Das war mal.
Marmeladefinger, Entertainment und Roadtrips zu Dritt haben schließlich auch Ihren Reiz.
Einmal mit dem Finger geschnippt. Ein zweites, ein drittes Mal. Fehlanzeige.
So einfach, wie im Biologielehrbuch auf Seite 59 beschrieben, isses wohl dann doch nicht.
Um fünf-vor-zwölf die Botschaft in Form von zwei pinkfarbenen Linien auf dem Stick.
Also doch.
Baby Silber - exp. August 2014
Ewig wollten wir keins.
Warum auch? Nölt rum. Grapscht mit Marmeladefingern nach Seidenvorhängen. Hält uns davon ab, den Grand Canyon in der Abendsonne zu genießen.
Nun ja. Das war mal.
Marmeladefinger, Entertainment und Roadtrips zu Dritt haben schließlich auch Ihren Reiz.
Einmal mit dem Finger geschnippt. Ein zweites, ein drittes Mal. Fehlanzeige.
So einfach, wie im Biologielehrbuch auf Seite 59 beschrieben, isses wohl dann doch nicht.
Um fünf-vor-zwölf die Botschaft in Form von zwei pinkfarbenen Linien auf dem Stick.
Also doch.
Baby Silber - exp. August 2014
Aus dem Familienalbum: Urgroßvater mit Tante, 1940-er Jahre.
Montag, 24. März 2014
Ein Wochenende in Mecklenburg mit Jane & Michael
Michael und Jane, unsere engsten Londoner Freunde, sind für jedes Abenteuer zu haben. Als sie von meinem Mecklenburg-Vorpommern Projekt erfuhren, wollten sie sich unbedingt selbst vor Ort ein Bild machen. Also düste ich am Freitag nach Berlin Tegel und sammelte am Flughafen Michael, Jane und meinen Mann ein. Eine platzmäßige Herausforderung, da der Kofferraum meines Autos bereits mit Stanleys Hundebox gut ausgefüllt ist! "Nur Handgepäck", war dann auch die oberste Devise für unseren gemeinsamen Wochenend-Ausflug. Dieses füllte dann auch sämtlichen restlichen Raum aus, sodass wir uns über die Gepäckbarrikaden hinweg auf Schwerhörigkeitslautstärke unterhalten mussten.
Sonntag, 12. Januar 2014
Grüße aus dem Jenseits oder alles nur Einbildung?!
Vater stirbt unerwartet. Plötzlich. Ein Telefonanruf aus Tokio, der mein Dasein in ein klares Vorher und Nachher unterteilt.
Eine enge Beziehung hatten wir beide nie. Dennoch gab es diese besondere Verbundenheit zwischen uns. So, als wäre ein unsichtbarer "Draht" zwischen uns gespannt.
Vater war Rechtsanwalt, mit scharfem Verstand, der mit beiden Beinen im Leben stand. Erfolgreich, geschätzt, gradlinig. Dennoch hatte er eine verborgene Seite, die in starkem Kontrast zu seiner Persönlichkeit stand. Er war offen für Phänomene, die mit Logik nicht zu erklären sind. Übersinnliches, Esoterisches. Mit Vater konnte ich Themen ansprechen, bei denen mir Mutter bloß den Vogel zeigte.
Eine enge Beziehung hatten wir beide nie. Dennoch gab es diese besondere Verbundenheit zwischen uns. So, als wäre ein unsichtbarer "Draht" zwischen uns gespannt.
Vater war Rechtsanwalt, mit scharfem Verstand, der mit beiden Beinen im Leben stand. Erfolgreich, geschätzt, gradlinig. Dennoch hatte er eine verborgene Seite, die in starkem Kontrast zu seiner Persönlichkeit stand. Er war offen für Phänomene, die mit Logik nicht zu erklären sind. Übersinnliches, Esoterisches. Mit Vater konnte ich Themen ansprechen, bei denen mir Mutter bloß den Vogel zeigte.
Mittwoch, 25. Dezember 2013
Bergweihnachten 2013 - So feierten wir
Location - In den Tiroler Bergen, im Wellnesshotel. Traditionelles Weihnachten daheim mit Singen, Kochen und Christbaum ist nicht so mein Ding. Deshalb fahren wir jedes Jahr im kleinen Kreis nach Österreich.
Gästeliste - Mutti, Lieblingsmann & Lieblingshund.
Outfit - Dunkelblaues Etuikleid von Strenesse, Roter Pelzkragen, High Heels von Karen Millen. Eigentlich wollte ich mein Dirndl anziehen, doch das fühlte sich in letzter Minute "blöd" an. (Da ich mich kenne, hatte ich natürlich ein Alternativoutfit im Koffer).
Gästeliste - Mutti, Lieblingsmann & Lieblingshund.
Outfit - Dunkelblaues Etuikleid von Strenesse, Roter Pelzkragen, High Heels von Karen Millen. Eigentlich wollte ich mein Dirndl anziehen, doch das fühlte sich in letzter Minute "blöd" an. (Da ich mich kenne, hatte ich natürlich ein Alternativoutfit im Koffer).
Sonntag, 27. Oktober 2013
It ain't easy, sometimes... Neues von der Bürofront
Ja, mich gibt's auch noch. Ich bin mal wieder an der Küste. Mittlerweile habe ich wieder eine Vollzeitbeschäftigung und ein Projekt, was langsam aus dem Ruder läuft. Doch nun der Reihe nach.
Dienstag, 1. Oktober 2013
"Auf nach Amerika!" - Ich erfülle mir einen kleinen Traum
Auf einer Familienhochzeit in den Südstaaten gewinnen mein Mann und ich beim Sitzplan-Lotto den Jackpot und sitzen mit Lieblingscousins Moritz und Sybille an einem Vierertisch. Keine Oldies mit Grapschpfoten, keine schwerhörige Erbtante und vor allem kein unnötiger Smalltalk der Sorte "So? How do y'all like Arkansas?"
Nein, unsere Gespräche gehen tiefer. "Was würden wir tun, könnten wir unsere Berufe nochmals frei wählen?", sinnieren wir nach der dritten Flasche Sekt. Lieblingscousin Moritz träumt davon, Seilbahnen zu bauen. Mein Mann würde Theaterkritiken schreiben. Sybille ein Modemagazin herausgeben. Und ich?
Mein Traumberuf ist, als Nordamerika Spezialist für ein großes Reiseunternehmen zu arbeiten. Road Trips zusammen zu stellen, die schönsten Orte ausfindig zu machen - schlicht, andere Menschen bei der Gestaltung ihres Traumurlaubs zu unterstützen. "Schreib 'nen Amerika Reiseblog", rät mir Sybille, die natürlich von schweigen.ist.silber nix weiß.
Tja, hier isses - mein neues "Baby"!
Nein, unsere Gespräche gehen tiefer. "Was würden wir tun, könnten wir unsere Berufe nochmals frei wählen?", sinnieren wir nach der dritten Flasche Sekt. Lieblingscousin Moritz träumt davon, Seilbahnen zu bauen. Mein Mann würde Theaterkritiken schreiben. Sybille ein Modemagazin herausgeben. Und ich?
Mein Traumberuf ist, als Nordamerika Spezialist für ein großes Reiseunternehmen zu arbeiten. Road Trips zusammen zu stellen, die schönsten Orte ausfindig zu machen - schlicht, andere Menschen bei der Gestaltung ihres Traumurlaubs zu unterstützen. "Schreib 'nen Amerika Reiseblog", rät mir Sybille, die natürlich von schweigen.ist.silber nix weiß.
Tja, hier isses - mein neues "Baby"!
Dienstag, 23. April 2013
Strandkorb, Sanddorneis und Lieblingsmenschen - Rügen 2013
Der Geburtstagsparty auf Rügen meiner Lieblingstante Valeria sah ich mit gemischten Gefühlen entgegen. Die ewige Anreise, die steife Brise der Baltischen See, das Zusammensein mit Lieblingsmenschen. Doch da ich für's Leben gerne unterwegs bin, nahm ich den Treck auf mich.
Mit etwas Glück ergatterte ich ein Ostseeticket für wenig Geld. Lange Zugfahrten mag ich ziemlich gerne, allerdings brauche ich ausreichend Erfrischungen und Unterhaltung. Da weder W-Lan umsonst, noch mein Roman spannend war, legte ich mir in Berlin zwei neue Nagellacke zu, Nude und Coral Reef von Anny. Ich war restlos begeistert, bis ich aus Langweile in Greifswald die dritte Schicht lackierte - Fehlanzeige!
Die Fahrt zog sich wie Kaugummi. Doch als ich die Ostsee sah, blühte mein Herz auf. Es gibt für mich kaum etwas Schöneres, als die Kombination aus Norden, Sanddünen und Meer!
In Rügen angekommen, gab es ein leckeres Abendessen im Kreise der Familie - Tante Valeria, Onkel Hans-Christian, Cousine Sybille, Cousin Moritz & Leonie und deren Mini-Mädchen. Dann zogen wir uns bis in die frühen Morgenstunden in die Bar zurück.
Nach einer kurzen Nacht gab es ein leckeres Frühstück. Deutsche Hotelbüffets sind für mich der Hit. Da gönne ich mir immer Leberwurst, Mettwurst und Nutella, was sonst nicht auf meinem Speisezettel steht. Anschließend fuhren zu diesem kilometerlangen Nazi-Urlaubsresort in Prora, was sich anno dazumal leider nicht in die Luft sprengen ließ. (Grotesk. Das Bild erspar ich euch!) Angezogen vom stahlblauen Himmel und der heißen Sonne, wanderten Sybille und ich dem Strand entlang.(Sybille in hohen Absätzen und ich in Overknees. Doch das Wetter war echt zu schön um rumzuzicken.) Leonie und Mini-Mädchen (beide unten rechts) fuhren mit den anderen zurück.
Auf Grund der sommerlichen Temperaturen fläzten wir uns nach der Wanderung zusammen mit Mini-Mädchen und ihrem Sanddorn-Eis in den Strandkorb. Trotz der strikten Anweisungen (Nicht tropfen! Nicht bewegen! Ordentlich essen!) erkor mich die Kleine zu ihrem neuen Best Friend.
Am nächsten Tag fuhr ich frühmorgens die ganze lange Stecke wieder zurück. In Berlin machte ich einen Zwischenstopp, in der Hoffnung, noch etwas Hauptstadtluft zu schnappen. Leider waren alle Läden zu und für mein Lieblingsmuseum war die Zeit zu kurz.
Mit etwas Glück ergatterte ich ein Ostseeticket für wenig Geld. Lange Zugfahrten mag ich ziemlich gerne, allerdings brauche ich ausreichend Erfrischungen und Unterhaltung. Da weder W-Lan umsonst, noch mein Roman spannend war, legte ich mir in Berlin zwei neue Nagellacke zu, Nude und Coral Reef von Anny. Ich war restlos begeistert, bis ich aus Langweile in Greifswald die dritte Schicht lackierte - Fehlanzeige!
Die Fahrt zog sich wie Kaugummi. Doch als ich die Ostsee sah, blühte mein Herz auf. Es gibt für mich kaum etwas Schöneres, als die Kombination aus Norden, Sanddünen und Meer!
In Rügen angekommen, gab es ein leckeres Abendessen im Kreise der Familie - Tante Valeria, Onkel Hans-Christian, Cousine Sybille, Cousin Moritz & Leonie und deren Mini-Mädchen. Dann zogen wir uns bis in die frühen Morgenstunden in die Bar zurück.
Nach einer kurzen Nacht gab es ein leckeres Frühstück. Deutsche Hotelbüffets sind für mich der Hit. Da gönne ich mir immer Leberwurst, Mettwurst und Nutella, was sonst nicht auf meinem Speisezettel steht. Anschließend fuhren zu diesem kilometerlangen Nazi-Urlaubsresort in Prora, was sich anno dazumal leider nicht in die Luft sprengen ließ. (Grotesk. Das Bild erspar ich euch!) Angezogen vom stahlblauen Himmel und der heißen Sonne, wanderten Sybille und ich dem Strand entlang.(Sybille in hohen Absätzen und ich in Overknees. Doch das Wetter war echt zu schön um rumzuzicken.) Leonie und Mini-Mädchen (beide unten rechts) fuhren mit den anderen zurück.
Auf Grund der sommerlichen Temperaturen fläzten wir uns nach der Wanderung zusammen mit Mini-Mädchen und ihrem Sanddorn-Eis in den Strandkorb. Trotz der strikten Anweisungen (Nicht tropfen! Nicht bewegen! Ordentlich essen!) erkor mich die Kleine zu ihrem neuen Best Friend.
Anschließend spendierte mir Tante Valeria eine entspannende Fußbehandlung im Spa. Herrlich. So was sollte ich echt öfter machen.
Abends machten wir uns fein und feierten Valerias großen Geburtstag. Ich trug ein schwarzes Kleid von COS mit einer "Statement"-Kette von H&M und dazu Ankle Boots aus Lackleder. Leider vergass ich, für Euch ein Outfit-Bild-ohne-Kopf zu machen.Am nächsten Tag fuhr ich frühmorgens die ganze lange Stecke wieder zurück. In Berlin machte ich einen Zwischenstopp, in der Hoffnung, noch etwas Hauptstadtluft zu schnappen. Leider waren alle Läden zu und für mein Lieblingsmuseum war die Zeit zu kurz.
Also wanderte ich einmal um's Karree und ließ es gut sein.
Fazit des Wochenendes? Anstrengend, aber traumhaft! Freitag, 1. Februar 2013
Eine verhängnisvolle Affäre
Ich bin sechs
Jahre alt. Sitze mit pädagogisch wertvollen Bauklötzen in der Ecke und baue den
schiefen Turm von Pisa ("Teppichfransen unangetastet lassen!").
Auf dem Sofa
sitzen Oma und ihre Busenfreundin Zia Decima. Die Damen trinken San Bitter, knabbern Salznüsse. Und lassen kein Mitglied der italienischen Diaspora
undurchgekaut. Im klassischen Sprachdurcheinander einer Emigrantenfreundschaft, versteht sich.
Zia: "....Oh, dann
hat sie doch tatsächlich &“*&%*+%!"
Oma: "Nee echt?
42&ç%*“+%+“ sowieso mit jedem!"
Zia: "Nicht mit
jedem. Doch mit Gianfranco und Silvio! Richtig *&8@@!"
Oma: "Siehste! Ich
wusste es doch!"
Zia: "*&*“*++!
@63&ç!! %*“*+90!!!!!!!!!"
Ich werde
hellhörig.
Klein-Ich: "Oma?
Was heißt *&*“*++! @63&ç!!
%*“*+90!!!!!!!!!"?
Zia Decima erblasst und
fächelt sich mit einer Cocktailserviette Luft zu.
Oma: "Och Schätzchen, das sind... Zutaten für ein Kochrezept. Spiel
mal schön weiter!"
Italienisch hat mir
die Oma übrigens nie beigebracht. Man möchte das Kind schließlich nicht
intellektuell überfordern.
Montag, 28. Januar 2013
Leidest Du auch an Rybeck-Syndrom?
Familie Silber
fährt auf Urlaub. Ins H.otel Rybeck, an den Strand. Wie im pre-Internet
Zeitalter üblich, hat Mutti das H.otel anhand eines 2x3cm Bildchens aus dem
Katalog ausgewählt. Auf der Autobahn lobt sie das H.otel in den höchsten Tönen. "Noch
nicht mal teuer!", schiebt sie begeistert nach.
Auf der
Ueberholspur malen wir uns die tollsten Dinge aus. Dampfsauna! Butler-Service! Lachsbrötchen
und Kaviar! Schließlich handelt es sich um eine "Sowas-Schönes-haben-Sie-noch-nie-gesehen!" Empfehlung des Reisebüros.
Kurz vor
Sonnenuntergang stoppt Vati vor einem unscheinbaren Zwei-Sterne-Etablissement
im Industriegebiet. Die orangefarbene Leuchtschrift auf dem H.oteldach verheißt
nichts Gutes. Wir sind angekommen. Im H.otel Rybeck. Etwas verhalten
hievt Vati achtzig Kilo Gepäck aus dem Kofferraum. Ein Portier ist nicht in
Sicht.
Zögernd betreten wir die gebuchten Zimmer. In den Bädern aus den siebziger
Jahren liegt eine unübersehbare Staubschicht. Zum Frühstück gibt es Pappbrötchen und O-Saft. Um Wurst und
Plastikkäse machen wir einen großen Bogen. Wir fühlen uns alle unwohl. Wollen nur
noch weg. Nicht nach Hause, sondern irgendwohin, wo’s schön ist. Gut riecht.
Man uns herzlich willkommen heißt. Wir leiden, wie wir später lachend sagen
werden, zum ersten Mal an Rybeck-Syndrom.
Inspiriert zu
dieser Anekdote hat mich übrigens Sandra von Wortkonfetti. Sie möchte wissen,
welches unsere Lieblingswörter sind. Mein Lieblingswort ist das erfundene
Rybeck-Syndrom. Es beschreibt dieses spezifische Gefühl des Unwohlseins in der Fremde, das nichts mit Heimweh zu tun hat. Leider gibt es dafür keine deutsche Bezeichnung.
(Vielleicht
interessiert es Euch, wie die Geschichte ausging. Nach einer kurzen Nacht
siedelte die Familie in ein hübsches Strandhotel um und genoss den Urlaub in
vollen Zügen. Ueber die Episode lachen wir noch heute.)
Dienstag, 25. Dezember 2012
Geköpfte Damen, Hüttenzauber und Tiefschnee - Das war unser Weihnachten 2012
Eigentlich wollte ich Euch auf speziellen Wunsch von Julia mit Pleiten, Pech und Pannen vergangener Familienweihnachten unterhalten. Doch Mutti, deren Zutun ich für die Details bräuchte, will Vergangenes ruhen lassen. Nun denn, dann gibt es eben den nicht-ganz-so-originellen Ueberblick der letzten Tage in Fotoform.
In Tirol war es bis vor Kurzem richtig kalt. (Kalt im Sinne von zwei Lagen super-attraktiver Skiunterwäsche und silberfarbenen Moonboots). Zudem liegt hier gut ein Meter Schnee. Eigentlich wollte ich mich ja mal auf Langlaufskis wagen, doch keiner meiner Lieben hatte dazu Lust. Doch es macht auch so unheimlich Spaß, draußen zu sein. So machen wir jeden Tag eine Schneewanderung. Hier seht ihr den zugefrorenen See. Ist dieser Blick nicht wunderschön?
Fazit - Zu viel gegessen & definitiv zu viel gelacht. Und, wie war Euer Weihnachten?
In Tirol war es bis vor Kurzem richtig kalt. (Kalt im Sinne von zwei Lagen super-attraktiver Skiunterwäsche und silberfarbenen Moonboots). Zudem liegt hier gut ein Meter Schnee. Eigentlich wollte ich mich ja mal auf Langlaufskis wagen, doch keiner meiner Lieben hatte dazu Lust. Doch es macht auch so unheimlich Spaß, draußen zu sein. So machen wir jeden Tag eine Schneewanderung. Hier seht ihr den zugefrorenen See. Ist dieser Blick nicht wunderschön?
Nachmittags widmen wir uns dem klassischen Wellnessprogramm - Schwimmbad, Sauna, Lesen... Vor Weihnachten habe ich mir endlich eine Gesichtsbehandlung gegönnt. Das wollte ich schon ewig machen. Doch irgendwie fehlt mir für solche Aktivitäten immer die Zeit. Das Ende von Lied ist jedenfalls, dass meine Lieben bei Dämmerlicht und auf drei Meter Entfernung einen riesigen Unterschied bezüglich meines Hautbildes feststellen konnten. Das gibt mir nun die nötige Motivation, regelmäßig zur Kosmetikerin zu gehen.
Unser Weihnachten war sehr schön. Erst haben wir auf dem Zimmer eine Flasche Champagner getrunken und Bescherung gemacht. Meiner Mutti schenkte ich einen Gutschein für eine Oper im Covent Garden Opera House in London. Sie ist selbst eine sehr talentierte Musikerin und freute sich deshalb sehr über ihr Geschenk. Ich habe einige Bücher und DvDs erhalten und bereits den Oregon-Trail als neue Reiseinspiration entdeckt. Nachher genossen wir unser Weihnachtsmenu bei Kerzenschein. Es gab: Kastaniensuppe / Karpfen / Risotto / Lebkuchenparfait.
Das Bild ohne Köpfe ist übrigens unser diesjähriges Weihnnachtsbild. Nach mehreren Fehlversuchen mit Kopf ("Mann, ist meine Nase echt so riesig?" "Nee, dafür habe ich ein beginnendes Doppelkinn!") hat mein Bester die Ganzkörperaufnahme aufgegeben.Fazit - Zu viel gegessen & definitiv zu viel gelacht. Und, wie war Euer Weihnachten?
Donnerstag, 6. September 2012
Neuigkeiten aus dem Sommerurlaub
Ich möchte Euch einen kurzen Ueberblick über die letzten Tage geben. Obwohl ich Bürosachen im Gepäck hatte, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass diese komplett liegen geblieben sind. Dafür haben wir allerlei Schöne Dinge gemacht.
Wir sind viel im Garten oder am Wasser gelegen, mein Mann mit seinem i-pad und ich mit "Shades of Grey" und einer Reiseinspiration für die Wintermonate. Nachmittags gibt es oft Selbstgebackenes, da meine Schwiegermutter ein Händchen dafür hat! Die Mangos im Kuchen, so wie das ganze Gemüse, was wir immer essen, ist übrigens selbst angebaut.
An einem Tag haben wir einen Ausflug Richtung Süden gemacht. Die Straße führte abenteuerlich über Sanddünen. Gegessen haben wir in einem einfachen Standlokal. Anschließend spazierten wir dem Strand entlang, die Füße im bitterkalten Atlantik und den peitschenden Wind im Gesicht. Trotz allem war es richtig schön!Eines der Highlights war das Abendessen in einem schönen Restaurant, draußen unter dem Sternenhimmel. Am Nebentisch fand sich zufällig ein bekannter deutscher Politiker inklusive seiner Entourage. Der Abend hatte eine lustige Wendung, denn mein Schwiegervater gab zu meinem Entsetzen die ganze Zeit vor, er wolle sich bei Herrn X für mich um ein Autogramm bemühen. Schrei und Brüll! Ich denke, ich hätte mich unter der Tischdecke verkrochen, hätte er das Autogramm wirklich organisiert.
Natürlich durfte auch das obligate Shopping nicht fehlen. Mehrheitlich sind wir wegen dem Haus losgezogen, da hier die Wohnaccessoires ziemlich hübsch und gleichzeitig recht günstig sind. Ich habe einige Bilderrahmen und Seifenspender für’s Bad gekauft. Ein kleiner Abstecher in die Damenabteilung bescherte mir ein paar schwarze Overknee Stiefel für den Winter, die leider sehr unfotogen sind. (Bei Interesse klickst Du hier). Ich bin bereits am überlegen, ob ich mir dasselbe Paar noch in braun bestellen soll...
Zu guter letzt möchte ich Euch noch das Cookie-Dough Eis zeigen, was wir hier zufällig fabriziert haben. Beim Belegen eines Biskuitbodens mit Vanillepudding ging dieser in die Brüche. Darauf schlug ich vor, die Mantsche zu Eis zu verarbeiten. Meine Schiegermutter mischte dann zum Biskuitboden und dem Vanillepudding noch ca. einen Viertelliter Milch und Vanilleschote und gab die Mischung in die Eismaschine. Das Resultat war dann leider etwas zu neutral im Geschmack, worauf wir es mit Eierlikör und Mandelkrokant verfeinerten. Diese Kombination schmeckte dann richtig gut!
Sonntag, 2. September 2012
Sommerferien!
Zur Zeit sind wir bei meinen Schwiegereltern. (Da sie sehr auf ihre Privatsphäre bedacht sind, werde ich mich bedeckt halten, wo das genau ist und auch keine Bilder vom Haus zeigen.) Mit meinen Schwiegereltern verstehen wir uns sehr gut. Wir besuchen sie jeden Sommer und oft auch um die Weihnachtszeit.
Da *hier* irgendwie zu Hause ist, lassen wir es ruhig angehen. Morgens gehen wir mit dem Hund spazieren oder irgendwo nett frühstücken. Den Nachmittag verbringen wir gemütlich im Garten, mit einem Buch und gekühltem Latte Macchiato. Abends ist dann oft etwas Besonderes geplant, zum Beispiel gehen wir in einer hübschen Bar was trinken oder machen einen Spaziergang über die Flaniermeile am Meer.
Ohne zu wissen, dass meine Schwiegereltern hier leben, hat meine beste Freundin aus London vor einigen Jahren im Ort eine Mini-Wohnung gekauft. Leider hatten wir uns zeitlich immer verfehlt! Doch jetzt ist mein Terminkalender flexibler und so konnte ich es einrichten, zeitgleich mit Bahar hier zu sein!Meine Freundschaft zu Bahar ist etwas ganz Besonderes. Sie wuchs im Mittleren Osten in einem K.riegsgebiet auf. Durch Ausdauer und glückliche Umstände verschlug sie es nach London, wo sie in Finanzmathematik promovierte. Wer sich jetzt ein Nerd vorstellt, liegt falsch. Bahar ist sehr hübsch, sehr modisch, über alle Maßen extrovertiert und fegt so einen Haufen Vorurteile zur Seite. Zusammen mit ihren Mini-Töchtern hatten wir eine wunderschöne Zeit. Wie schade, wenn eine der besten Freundinnen sechs Flugstunden weit weg wohnt... Jedenfalls hat sie uns zu sich nach Dubai eingeladen und vielleicht wird ja bald was draus...
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