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Sonntag, 23. November 2014

Thanksgiving für zwei

Seit Jahren feiern wir immer mal wieder Thanksgiving. Eine richtige Tradition haben wir nicht. Mal läuft's so, mal anders, mal überhaupt nicht.

Dieses Jahr wollte ich "richtig" feiern. Eigentlich war der Plan, zu acht um den Esstisch zu sitzen. Mit Truthahn und traditionellen Drumherum. Leider kam mir diese Idee zu spontan. Nämlich zu dem Zeitpunkt, als sich kein gemeinsames freies Wochenende mit unseren Freunden mehr fand. Ausfallen lassen wollte ich das Fest nicht.


Dienstag, 1. Oktober 2013

"Auf nach Amerika!" - Ich erfülle mir einen kleinen Traum

Auf einer Familienhochzeit in den Südstaaten gewinnen mein Mann und ich beim Sitzplan-Lotto den Jackpot und sitzen mit Lieblingscousins Moritz und Sybille an einem Vierertisch. Keine Oldies mit Grapschpfoten, keine schwerhörige Erbtante und vor allem kein unnötiger Smalltalk der Sorte "So? How do y'all like Arkansas?" 

Nein, unsere Gespräche gehen tiefer. "Was würden wir tun, könnten wir unsere Berufe nochmals frei wählen?", sinnieren wir nach der dritten Flasche Sekt. Lieblingscousin Moritz träumt davon, Seilbahnen zu bauen. Mein Mann würde Theaterkritiken schreiben. Sybille ein Modemagazin herausgeben. Und ich?

Mein Traumberuf ist, als Nordamerika Spezialist für ein großes Reiseunternehmen zu arbeiten. Road Trips zusammen zu stellen, die schönsten Orte ausfindig zu machen - schlicht, andere Menschen bei der Gestaltung ihres Traumurlaubs zu unterstützen.  "Schreib 'nen Amerika Reiseblog", rät mir Sybille, die natürlich von schweigen.ist.silber nix weiß.

Tja, hier isses - mein neues "Baby"!



Dienstag, 3. September 2013

Love & Haight - San Francisco hautnah

Den Summer of Love hätte ich gerne miterlebt. Mit Wallehaar, Schlaghose, im indischen Spiegel-Blüschen. Auf der Batik-Decke im Buena Vista Park, die Sonne im Gesicht, mein Hundi in Streichelweite. Dazu Schrumm-Schrumm auf der Gitarre und ein paar lustige Kekse zwecks Bewusstseinserweiterung. Das wäre meine erste Wahl in puncto Zeitreise - San Francisco, 1967! Doch Träumereien beiseite - denn meine San Francisco Erlebnisse hätten anders nicht sein können!

Donnerstag, 29. August 2013

Healthy Eating - Oder wenigstens der Versuch, in den USA einer gesunden Ernährung gerecht zu werden

Amerika ist ernährungstechnisch ein Land der Extreme. Das eine Extrem: viel, fett & ungesund. Das andere Extrem: Bio, ausgewogen, mit Produkten aus fairem Handel. Das letztere findest Du mehrheitlich in Kalifornien, in Oregon, an der Nordostküste des Landes und überall dort, wo sich die Menschen die Extravaganz des gesunden Essens leisten können. Denn - Schock Horror! - dies geht hier übel ins Geld, speziell wenn man die Lebensmittel auf der Reise "to go" haben muss.

Montag, 26. August 2013

Roadtrip XXL - Auf nach Kalifornien!

Eine drei Tage lange Monsterfahrt führte uns von Portland nach San Francisco an den Highlights des Pazifischen Nordwestens vorbei. Morgens früh raus, mittags Picknick, abends erstaunlich gutes Essen im Nirgendwo. Gesehen haben wir den stahlblauen Vulkansee mit Insel, die Mammutbäume und die Pazifikküste. Anstengend war's. Aber wunderschön.  

Samstag, 24. August 2013

Portland - Das definitiv andere Amerika

Sms von mir an meinen Mann, 30 Minuten nach unserer Ankunft in Portland: "This town is seriously WEIRD!!" 
Ich war schon mal ins Zentrum vorausgegangen, um mich ein wenig umzusehen. Und stand - ohne Übertreibung -  mit offenem Mund bei Powells Books und staunte. Staunte die Menschen an, die mit kurzen Wanderhosen, violetten Haaren und ausgeprägtester Gesichtsbehaarung ihren Lesestoff aussuchten. Dass es eine solch alternative, individuelle Gesellschaft in Amerika gibt, war mir neu. Portland ist anders. Man kann es schwer in Worte fassen. Deshalb zeige ich euch meine Eindrücke.
Oben seht ihr Powell's Books, den größten unabhängigen Buchladen Amerikas. Der ist riesig, nimmt über zwei Stockwerke ein ganzes Straßenquadrat ein. Powell's war eines meiner Highlights. Dort findet man auch längst vergriffene Bücher aus zweiter Hand zu kleinen Preisen. (Mein Koffer wiegt eine gefühlte Tonne, da ich sämtlichen Lesestoff für den Winter eingekauft habe.) 
Portland ist unter anderem für sein sensationell leckeres, ausgefallenes Essen bekannt. Hier seht ihr unseren Nachtisch: hausgemachte Eis. Sie: Gurken-Erdbeersorbet & Kokosnussorbet, Er: Schoko & Vanille.
Hier sind wir im Pearl-District, das sich wunderbar zum Flanieren und Shoppen eignet. Hier gibt es viele hübsche Läden, die keiner Kette angehören. Einkaufen in Portland ist übrigens eine gute Idee, da es keine Steuer gibt und somit alles billiger ist.  
Kennt ihr peruanisches Essen? Nein? Probiert es bei Gelegenheit unbedingt aus. Ich war ganz angetan von der Geschmacksvielfalt aus frischen, süßen und pikanten Zutaten.
Ein Besuch in der historischen Pittock Mansion durfte nicht fehlen. So ein Treppenhaus hatte ich übrigens für unser Haus im Auge, doch leider hat es nicht ganz hingehauen. (Sonst würde jetzt nur das Treppenhaus auf dem Grundstück stehen und nicht viel mehr.)
So gut kann ein einfacher Schinken-Käsetoast auch nur in Portland schmecken.
Portland mag keine besonders hübsche Stadt sein. Doch sie ist speziell und sehr individuell. Hat man sich in Portlands ungewohnten Groove eingefühlt, kann es einem dort recht gut gefallen. Danke übrigens an Pikkuneitti und Christina. Durch Eure Tipps habe ich die Stadt von ihrer interessantesten Seite kennengelernt! 

Dienstag, 20. August 2013

Seattle - About a Town


Damals war der ungewaschene Kurt C. unser Held und Smells Like Teen Spirit unsere Hymne. Obwohl wir unsere Locken hingebungsvoll pflegten, trugen wir Grunge Look. (Wenn auch nicht absichtlich. Wir hatten damals einfach einen sensationell unterentwickelten Geschmack und Schwarz war die nahe liegende Wahl). Natürlich war ich sehr gespannt auf Seattle, der Heimatstadt der Band N.irvana!

Freitag, 16. August 2013

Twilight - Besuch am "Filmset" auf der Olympic Peninsula


Ein ungutes Gefühl beschleicht mich, als wir kurz vor Forks zu einer Wanderung aufbrechen. Ich höre merkwürdige Geräusche, die Haut kribbelt, es riecht nach Moder. Auf einem eben geschossenen Photo meine ich, die Umrisse einer schreienden Person zu sehen, die da definitiv nicht stand. Vampire sind erfunden, doch....Nichts wie weg!
Schaut Euch mal den 4. Baumstamm von links an (der Dunkle). Sehe ich da was ;)?

Forks ist auf den ersten Blick ernüchternd. Keine hübschen Häuschen, keine blassen Jünglinge in Schwarz, keine Wölfe mit auffälligen Eckzähnen. Doch, was sehe ich da? Bellas Auto!
Die ältere Dame im Besucherzentrum erzählt uns in einer Mischung aus Stolz und Verwunderung, dass ihr kleines Kaff in den Spitzenzeiten mehrere hundert Filmliebhaber begrüßt. Es kommt manchmal vor, dass jemand beim Hospital vorstellig wird und Dr. Cullen sprechen möchte. (Ich hoffe mal, diese hartnäckigen Verehrerinnen haben das 12. Altersjahr noch nicht überschritten). Deshalb gibt es in Forks nun eine Route zum Selberfahren. Auf der Karte, die mir die Dame in die Hand drückt, erspähe ich die Häuser von Bella Swan und Edward Cullen.
Besucherzentrum in Forks, Washington. Es ist zwar klein, jedoch sehr liebevoll gestaltet. 
Leider erfahren wir nun auch, dass die Filme nicht in Forks gedreht wurden. Die Außenaufnahmen wurden im Großraum Vancouver, bzw. Oregon aufgenommen. Deshalb fahren wir weiter nach LaPush, dem fiktiven Werwolf-Epizentrum und spazieren dem wunderschönen Rialto Beach entlang. An diesem Strand erzählte Jacob Black Bella von der Existenz der Vampire. (Diese Gegend ist Teil des Olympic National Parks und deshalb von atemberaubender Naturschönheit.)
Erstaunlich übrigens, was so alles in die kleine Longchamp Tasche passt. Eine große Kamera, Reiseführer und üblicher Handtaschenkram haben darin Platz. Also hässlich oder nicht, die Longchamp ist definitiv praktisch!
Alles in allem war dies ein wunderschöner Tag, ob man nun Twilight gesehen hat oder nicht. 

Mittwoch, 7. August 2013

On the road again


Auf dem Weg nach Nordamerika. In der Hand den Samsonite: Prall gefüllt mit Hippie-Blusen, Zeckenspray, Reiseliteratur. Im Herzen die unendliche Sehnsucht. Nach Großstadt, satten Wäldern, Picknick im Nirgendwo, Abenteuer.
Ein Roadtrip durch Nordamerika ist für mich die pure Lebensfreude. Ich kann im Stundentakt neue Orte kennenlernen. Pläne für einen erneuten transatlantischen Umzug schmieden und diese nach der nächsten Kurve wieder verwerfen, denn hier ist es ja NOCH spannender! Mit dem Starbucks-Becher in der Hand laut singend der Küstenstraße entlang düsen. Mit dem Besten lautstark darüber diskutieren, ob ich die Straßen-Karte nun richtig rum halte. 

Ich verabschiede mich nun für einige Tage. Auf bald in Nordamerika!
Photo: Arches National Park, UT

Hier seht ihr einige meiner amerikanischen Lieblingsbilder. Die Idee stammt von Frau Hibbel, die ebenfalls mit dem Koffer in der Hand zur Welt kam. (Wer mag, fühle sich inspiriert, seine schönsten Reisebilder im Sinne von Frau Hibbels Photochallenge ebenfalls zu zeigen).
Photo: Boston, MA
Photo: Frühstück in Vail, CO
Photo: Florida Keys (FL)
Photo: Provincetown, MA
Photo: Key West (FL)
Photo: Chatham, MA

Freitag, 31. Mai 2013

Meine Traum-Hochzeitsreise - Die Top Ten


Die Hochzeitsreise ist das eine Mal im Leben, wo man sich ohne wenn-und-aber an der Seite des Liebsten das Beste gönnen darf. Frisch verheiratet, möchte man nur eines: An einem traumhaften Ort allein-zu-zweit das Leben genießen! Sich verwöhnen lassen, Neues entdecken, in eine fremde Kultur eintauchen, je nachdem, was einem Spaß bereitet. 
Wie meine langjährigen Leser wissen, haben wir auf eine traditionelle Feier verzichtet und dafür unser Angespartes für zwei Traumreisen auf den Kopf gehauen - Marokko und die Malediven. Da zur Zeit wieder Hochzeitsaison ist, habe ich für  Euch eine Liste mit meinen persönlichen Traumzielen zusammengestellt. Da möchte man doch gleich nochmals heiraten...

1.Seychellen
Das Tropenparadies, was hellste Sandstrände mit türkisfarbenen Buchten und üppiger Vegetation verbindet. Spaziergänge am Meer, Besuch des Wochenmarkts in Mahe, sich im lauwarmen Salzwasser treiben lassen.
 
2.Marrakesch und Atlasgebirge (Marokko)
Exotische Menschen, der Duft nach Orangenblüten, die Wanderung durch karge Berglandschaften, Kamele, orientalische Köstlichkeiten, die Souks von Marrakesch - taucht ein in die fremde Welt.
3.Cap Ferrat (Südfrankreich)
Ein paar Tage an der Südfranzösischen Küste heißt in Jachthäfen bummeln, sich gemütlich in der Sonne räkeln, Bergdörfer entdecken, frische Meeresfrüchte und ein Glas Weißwein am Wasser genießen.
4.Elefanten-Zeltcamp im Goldenen Dreieck (Thailand)
Wer im Lotto gewonnen hat, kann sich beruhigt für ein paar Tage ins Luxus-Jungelcamp im Goldenen Dreieck absetzen. Elefantenritt, Spa-Behandlung und Einschlafen unter den Bäumen inklusive! (Es ist seit Jahren mein Traum, dort Urlaub zu machen, doch ich warte noch auf den Lottogewinn). 
5.Neufundland (Kanada)
Wer es gerne nordisch wild und ausgefallen mag, ist in Neufundland genau richtig. Unberührte, raue Natur. Ausflüge im Kayak. Herzliche Menschen. Wale. Sonnenaufgang am östlichsten Punkt Nordamerikas. Kuriose 4.5 Stunden Zeitverschiebung mit Europa.
6.Isola di San Clemente (Italien)
Im Golf von Venedig, auf einer Mini-Insel, wurde in einem alten Kloster ein Hotel errichtet. Während der heißen Mittagssonne kann man sich am Pool bräunen oder durch den großen Park spazieren und sich ob der freilaufenden Kaninchen erfreuen. Sobald die Touristenströme Venedig verlassen haben, geht es im Hotelboot zum Markusplatz, wo man sich in Ruhe umsehen und einen leckeren Teller Pasta genießen kann. La vita è bella!
7.Miami Beach & Florida Keys (USA)
Pure südliche Lebenslust und Karibikfeeling erlebt ihr in Florida. Abendessen im Fackellicht, Sand unter den Zehen, die Fahrt im Ford Mustang über die Brücke nach Key West ist mit dem Liebsten am allerschönsten!
8.Malediven
Die Stelzenvilla über der türksfarbenen Lagune ist genau so, wie es die Bilder versprechen - von bezaubernder, märchenhafter Schönheit. Schnorcheln, Faulenzen, Genießen und sich abends vor dem fast schon kitschig-anmutenden Naturschauspiel einen Sundowner gönnen. Herz, was willst Du mehr?
9.Drei-Seen-Fahrt (Südschweiz und Norditalien)
Lago di Como, Lago di Lugano und der Lago Maggiore sind in wunderschöner Bergkulisse gelegene Seen an der italienisch-schweizerischen Grenze. Leckerstes Essen in abgelegenen Bergdörfern, schwimmen, wandern, Einkäufe im pittoresken Como und ein Cappuccino in Bellagio machen diese Fahrt auch mit überschaubarem Reisebudget zum besonderen Erlebnis. Wer noch eine spezielle Hochzeitslocation sucht, wird vielleicht auf den Brissago-Inseln fündig.
10.Tiroler Spa-Urlaub (Oesterreich)
Wohlig-faule Wellness Tage. Ueber saftige Bergwiesen oder schneeverwehte Wege wandern. Den Abend mit einem Glas Wein vor dem Kaminfeuer ausklingen lassen.
Wo wart ihr auf Hochzeitsreise, bzw. was wäre Eure Traumdestination? Für was lohnt es sich mehr, das Ersparte auszugeben, eine große, traditionelle Feier oder für die Traumreise?