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Dienstag, 5. April 2011

Never change a winning horse

So, heute wollte ich Euch mal meinen absoluten Liebling zum Thema Nagellack vorstellen: Der Sally Hansen Insta Dri Anti-chip Topcoat. Es war ein Zufallskauf, den ich vor Jahren einfach so mal im Drogeriemarkt getätigt hatte.

Farbe - Farblos, da es sich um einen Topcoat handelt.

Applikation - Ich trage den Insta Dri nach einer oder zwei Schichten Lack auf. Ich warte mit dem Auftragen, bis die zweite Schicht angetrocknet ist. Der Lack verteilt sich schön gleichmäßig und hat eine ideale Konsistenz. Er trocknet schnell ein und korrigiert zudem kleine Schönheitsfehler, die beim Auftragen des Unterlacks entstanden sind.

Dauerhaftigkeit – Wenn der eigentliche Lack auch stimmt, dann bleiben die Nägel ca. 4 Tage sehr schön.

Kaufempfehlung – Definitiv! Leider weiß ich nicht mehr genau, was er kostete und wo man ihn in Europa bekommt. Teuer war er jedoch nicht. Zudem hält der Lack ewig, dickt weder ein, noch verliert seine Konsistenz. Ich benütze meinen seit Jahren. Es ist meine erste Lackflasche, die ich komplett "leernützen" kann! 

Donnerstag, 31. März 2011

Was wäre, wenn...? Ein Blogstöckchen zum Mitmachen

"Was wäre, wenn?", ist eine Frage, die ich mir oft stelle. Deshalb habe ich heute ein Blogstöckchen zusammengestellt, das genau solche Fragen beinhaltet. Viel Spass beim Ausfüllen. Schreibt einen Kommentar, wenn ich wollt, ich oder vielleicht auch andere Leser schauen sich Eure Antworten gerne an. 

Wenn Du einen Wunsch offen hättest, welcher wäre es?
Aus dem, was mir zur Verfügung steht, das Beste machen zu können.

Welche "übersinnliche" Fähigkeit hättest Du am liebsten?
Ich würde total gerne fliegen können. So über dem See. Das stelle ich mir sehr cool vor.

Welches Zauber-Tool aus dem Märchen würdest Du gerne mal ausprobieren?
Den fliegenden Teppich aus Tausend und einer Nacht. Mit gemütlichen Kissen zum Anlehnen, marokkanischem Minze Tee, arabischen Süßigkeiten. Ach ja, und Anti-Schlecht-Tabletten. Teppiche sind vielleicht instabiler als man denkt...

Mit welchem Märchenhelden kannst Du Dich identifizieren?
Mit dem Protagonisten aus der Schlaraffenlandgeschichte, der sich durch den Milchreisberg fressen muss. Herrlich!

Könntest Du in die Vergangenheit reisen, welche Epoche würdest Du Dir aussuchen?
Die goldenen 1920s, definitiv in Berlin. Die angesagten Nachtklubs der Zeit, die überstylische Mode, die schicken Herren in der Adlon Bar, die leichtbekleideten Fräuleins, die göttliche Musik – definitiv mein Zeitalter.


                          Photo: decourtenay.blogspot


In welchem Schloss, Burg oder anderen Behausung würdest Du gerne wohnen?
The Elms in Newport, Rhode Island. Ich glaube, dort wurde "The Great Gatsby" gedreht. 


                     Photos: Historic Structures


Ferienhalber würde ich dann in die Rothschild Villa nach Südfrankreich übersiedeln.


                     Photo: jrank


                     Photos: flickr

Würdest Du gerne in die Zukunft sehen können? Was würdest Du gerne wissen?
Nein, ich bin froh, dass ich das nicht kann. 

Was würdest Du machen, wenn Du im Lotto gewinnen würdest?
Es geheim halten ;)

Mit welcher berühmten Person (tot oder lebendig) würdest Du Dich gerne einmal unterhalten?
Die englische Königin Victoria (1819-1901) hätte sicher viel zu erzählen. Und ein leckerer Afternoon-Tea würde bestimmt auch serviert.

Was müsste dringend erfunden werden?
Die Reise per e-mail Anhang.

Dienstag, 29. März 2011

Close your eyes and make a wish...

Jedes Mal, wenn ich eine katholische Kirche sehe, zieht es mich magisch hinein. Ich sehe mich um. Gehe zum Altar. Genieße die magische Stille. Und dann zünde eine Kerze an und wünsche mir dabei etwas - für mich selber oder einen lieben Menschen.

Bis anhin ist noch nie einer meiner mich-betreffenden Wünsche in Erfüllung gegangen. Ich begann schmunzelnd die Vermutung zu hegen, dass die Wünsche der Protestanten mit jüdischen Wurzeln nicht unbedingt bei den Katholiken anzubringen sind. 

Am Donnerstag zündete ich wieder eine Kerze an. Und wünschte mir etwas. Kurz darauf ging mein Wunsch in Erfüllung. Das zeigt mir, dass egal wie verschieden die Wege sein mögen, das Ziel immer dasselbe bleibt.

Wie geht es Euch? Habt Ihr auch ein Faible für's Kerzenanzünden?

Sonntag, 27. März 2011

Was Du heute könntest besorgen, dass verschiebe gleich auf morgen!

Sonntagmorgen. Um neun. Um acht. Zumindest nach alter Zeitrechnung. Und ich sitze an meinem Schreibtisch, mit einer To-do-liste von hier bis zur polnischen Grenze. Das heißt, einem unüberschaubaren Grenzwald aus gelben Post-it Zetteln. Denn, meine Lieben, das Erstellen der Liste ist meine erste Herausforderung. Mit dabei:

  • Steuerbrater (In Anbetracht der Stundensätze dieser Berufsgattung wahrlich ein Freudscher Verschreiber)
  • Rechnungen! (So lange das Internet noch funktioniert, kann es ja sooo dringend nicht sein)
  • Lisa, Sybille und Joana dringend zurückrufen (Wozu braucht ein Blogger eigentlich noch Freunde?)
  • Essie Futures French Nagellack kaufen!!! (Insgeheim meine Top Priorität) 
  • Mietzahlung überweisen (Ja. Wirklich! Jetzt! Außer Du bevorzugst Camping)
  • Sille – Alles nochmal nachrechnen – WTF ist Sille?
  • Mögliche neue Wohnung: Oeffentliches Verkehrsnetz abchecken. (Außer Du willst zur Arbeit laufen)

Wieso bin ich nur so bequem? So faul? So vergnügungssüchtig? Wieso mache ich prinzipiell alles auf den letzten Drücker??

Freitag, 25. März 2011

Wohin der Weg wohl führen wird?

Ich hatte gestern ein sehr aufschlussreiches Gespräch mit meiner Mutter. Ich teilte ihr mit, dass ich über kurz oder lang mit meinem momentanen Job aufhöre. Sie wusste eigentlich davon Bescheid und hatte das bis anhin unterstützt. Als ich ihr davon erzählte, dass ich erstmal eine Weile Teilzeit arbeiten möchte, und bereits eine konkrete Zusage habe, war sie dennoch entsetzt: "Und mit dem Rest Deiner Zeit? Und für wie lange??", und *O-Ton* "Und dann willst Du Dich einfach so treiben lassen?"

Fazit des Gesprächs – Meiner Mutter fiel es wie Schuppen von den Augen, dass ihr Bild der perfekten und erfolgreichen Tochter bald nicht mehr der Realität entsprechen wird. Sie ging davon aus, dass ich nach einer kurzen Pause eine neue Position auf mittlerer Führungsebene in einem erfolgreichen Großunternehmen antreten würde. Oder irgendeine andere vernünftige Initiative ergreifen würde, so zum Beispiel ein Medizinstudium. Sich treiben lassen, auch wenn man weder der weiteren Familie noch dem Staat zu Lasten fällt, ist nach ihren Wertevorstellungen absolut indiskutabel.

Mir hingegen fiel es wie Schuppen von den Augen, dass ich - nach einer wilden Teenagerzeit  - ohne zu hinterfragen das Werteschema meiner Familie übernommen hatte. Ein nicht per se schlechtes Schema. Doch nun ist für mich die Zeit gekommen, diese Werte, sowie ihre Bedeutung für mein Leben, zu hinterfragen. Ich empfand diese Erkenntnis als unheimlich befreiend. So, als hätte mir jemand die Kraft und dem Mut gegeben, mein Leben neu anzupacken. So, als stünden längst verschlossen geglaubte Tore wieder weit offen!

Eine spannende Zeit. Ich freue mich, den Weg zu gehen. Und bin gespannt, wohin er mich führen wird.

                     Photo: Stern.de

Donnerstag, 24. März 2011

Mein Schönheitsmittelchen - Birkenblättersaft


In meinem letzten Beauty Post erwähnte ich, dass ich ein großer Fan von Birkenblättersaft bin. Da von Eurer Seite Fragen zum Thema Birkenblättersaft auftauchten, dachte ich, dass ich gleich einen Post darüber schreibe. Ich mache einige Male im Jahr eine Birkensaft-Kur. 

Effekte
Da Birkenblätter entschlackend wirken, hat das bei mir folgende Effekte: 
  • Mein Bauch wird flacher und irgendwie wohlgeformter. D.h. wenn ich enganliegende Kleider anziehen möchte, die direkt auf der Haut liegen und z.b. wie Seide nichts verzeihen, mache ich immer vorher die Birkenblätterkur.
  • Meine Haut wird strahlender, mein Teint ebenmäßiger, ein ähnlicher Effekt wie nach einer guten kosmetischen Behandlung.
  • Ich fühle mich irgendwie leichter, gesunder und frischer.

Anbieter
Birkenblättersaft bieten mehrere Anbieter an. Mein absoluter Favorit der "Naturreine Heilpflanzensaft Birke" von Schoenenberger. Er ist zwar schwer zu bekommen, doch meine Apotheke bestellt ihn jeweils für mich. Die "Birken-Aktiv-Kur" von Weleda ist auch nicht schlecht. Dort gilt es jedoch zu beachten, dass man die zuckerfreie und wenn möglich die alkoholfreie Variante erwischt.

Anwendung
Der Saft von Schoenenberger kommt in einer 200ml Flasche. Er sieht nicht besonders lecker aus, die Flüssigkeit hat die Farbe einer abgestandenen Pfütze. Ueber den Tag hinweg mische ich mir nach Beipackzettel mehrmals täglich einige Milliliter Saft mit einem Glas Leitungswasser. Das Gebräu schmeckt zwar nicht sehr lecker aber auch nicht widerlich. Wichtig ist, dass man generell viel trinkt, damit der Körper auch die Möglichkeit hat, ungewollte Stoffe auszuscheiden. Nach ungefähr fünf Tagen hat man die Flasche leer getrunken und somit die Kur beendet.


Ich kopiere Euch noch den Text von Weleda mit rein, da ich den hilfreich finde.

Warum Birke wirkt
Zubereitungen aus den Blättern der Birke haben einen ausschwemmenden Effekt, indem sie den Flüssigkeitsorganismus und die Stoffwechselaktivitäten anregen. Aus den Birkenblättern wird ein hochwertiger Ölauszug für das Weleda Birken-Cellulite-Öl hergestellt. Die Blätter für die Weleda Birken-Aktiv-Kur werden in einem speziellen Verfahren gekocht. Dadurch bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe bei beiden Produkten erhalten.


Als Schönheitsmittel verehrt
Die Germanen tranken Birkensaft als Schönheits- und Stärkungstrunk. Nordische und slawische Volksstämme brauten Birkenmet und tranken gegorenen Birkenwein. Fieber und Magenleiden behandelten sie mit Birkensaft, Hauterkrankungen und Wunden mit Birkenlaubwasser. Die diätetische Wirkung des Birkensaftes zur Gewichtsreduktion durch Flüssigkeitsausschwemmung war in Nordeuropa und Russland als „Frühlingskur“ verbreitet.

Drop-dead gorgeous – Ein Beauty-Blogstöckchen zum Mitmachen

Wahre Schönheit kommt von innen. Klare Sache. Doch manchmal schadet es auch nicht, der äußeren Schönheit etwas auf die Sprünge zu helfen. Zudem kann das Pinseln auf dem eigenen Gesicht genau so viel Spass machen wie das kreative Schaffen auf einer Leinwand. Deshalb habe ich mir heute für Euch ein Beauty Blogstöckchen ausgedacht. Hinterlasst mir doch einen Kommentar. Ich, sowie vielleicht auch andere Leser, freuen sich auf Eure schönen Antworten.

Verlässt Du das Haus manchmal ungeschminkt?
Immer öfter. Bedingt durch Zeitnot und als Konsequenz eines ausgewogenen Selbstbewusstseins. Ich muss aber zugeben, dass mir ein bisschen Aufhübschung definitiv nicht schadet ;). Diese ist dann normalerweise mein Programmpunkt während der Frühstückspause.

Wie sieht Dein alltägliches Make-up aus?
Mein Gepinsel lässt sich ungefähr so zusammenfassen:
  • Clinique superfit makeup, no.5 neutral als Foundation
  • Mac Paint Pot als Augenbase,
  • Horst Kirchberger Eyebrow Pencil, no. 21
  • Mac Lidschatten: Vanilla, Shale, Fig 1
  • Boots No.7 Amazing Eyes Pencil, no. 15 Blue Grey
  • Perfection Full Volume Waterproof Mascara, black brown
  • Essence Lippenstift, no. 41 Femme Fatale
  • MNY Lipgloss




Probierst Du gerne neue Produkte aus?
Bedingt. Ich lasse mir gerne Proben mitgeben. Bei teuren Produkten (Mac) lasse ich mich immer Probeschminken, bevor ich was kaufe.  

Irgendwelche Neuentdeckungen?
Definitiv! Inspiriert durch Eure Blogs kam ich auf MNY. Ich mag deren Lidschatten und habe mir vier Stück gekauft: Blaugrau/Latte Macchiato und Apricot/Braun.


Was ist Deine Lieblingsmarke?
Ich habe keine.

Wieviel Geld gibst Du für Kosmetik aus?
Nicht übermäßig viel. Ich kaufe lieber weniger, dafür Produkte, die mir von der Qualität her entsprechen.

Hast Du ein spezielles Beauty Programm für besondere Events?
Ja. Bei mir eine Wissenschaft für sich! Dieses Beautyprogramm trägt bei mir immer unheimlich zur Vorfreude bei. Jede Bride-to-be kann sich zwecks ausgeklügeltem Plan gerne an mich wenden... Here we go:

In der Vorwoche
Drei kurze Sonnenstudio-Besuche, je 10 Minuten, für einen gesunden, ebenmäßigen, aber nicht gebräunten Teint. Regelmäßig Birkensaft trinken (Veleda - der ohne Zucker & Alkohol. Entschlackt, entwässert, sorgt für ebenmäßiges Hautbild).

Am Tag zuvor
Haarmaske, Sanftes Peeling für Gesicht und Körper, Pediküre, Maniküre (bei "zuverlässigem" Nagellack über den Tag verteilt zwei Schichten und Top Coat auftragen).

Am Tag selber
Haare entfernen mit Nassrasierer, Frisörbesuch zwecks Haarstyling oder Hochsteckfrisur, Professionelles Make-up.

Besonderer Beauty Tipp?
Ausreichend Schlaf, gute Laune, Birkensaft und Sonne! Da kommen keine Kosmetikprodukte ran.

Gehst Du regelmäßig zur Kosmetikerin?
Nein. Ich möchte aber eigentlich wieder häufiger zur Gesichtspflege.

Kann man's auch übertreiben?
Definitiv ja. Meine Cousinen ließen sich bei einem Nagelstudiobesuch in den USA Zehennagel-Extensions machen. Das Endresultat erinnerte dermaßen an Reptilenfüße, dass wohl jeder dachte, wir wären zum Jurassic Park Casting unterwegs.


Andere Blogstöckchen zum Mitmachen findet ihr hier.

Dienstag, 22. März 2011

"Hello Ginger!" - Oder über die Besonderheiten einer englischen Baustelle

Möchtet ihr hören, welches Eure optischen Vorzüge sind? Hättet ihr mal wieder Lust auf nen kleinen Ego-Boost? Da gibt es nur eines: Die englische Baustelle!

Kaum stöckelt man über die behelfsmäßigen Planken an den schaffenden Mannen vorbei, erschallt es auch schon von unten: "Nice pair of legs, eh!", "Gorgeous smile!" "In need of a huuusband?!". Oder mein Favorit: "Foxy Lady!", gerufen vom sechzehnjährigen Azubi mit Milchbärtchen.

In Folge der EU Osterweiterung sind die englischen Bautrupps zusehends kulturell gemischter Zusammensetzung. Das heute öfter angewandte gleichgültige Nicken mag gepflegter sein als das T e s t o s t e r o n - geladene Gebrüll von früher. Dennoch trauere ich diesem zusehends in Vergessenheit geratenden Brauchtum nach.

                              Bild: Bornhauser Holzbau

(Dieser Post wurde durch Julia’s Zugführergeschichte inspiriert).

Montag, 21. März 2011

Horch! Horch! Das Longchamp Déjà-vu

Man höre und staune! Mein kürzlich erstellter Post zu den Vor- und Nachteilen der Longchamp Pliage ist mein populärster Post aller Zeiten. Den Suchbegriffen nach zu urteilen, scheint halb Europa schlaflose Nächte über den Pliages zu verbringen. Hier einige Fallbeispiele:

Gibt es einen Blog zum Thema?
Antwort: Nicht meiner, sorry.

In welchen Farben ist die Sommerkollektion erhältlich?
Antwort: Ich tippe auf Koralle. Die Chancen stehen 50:50.

Longchamp Le Pliage Leder Ecken
Antwort: Ich würde ja gerne weiterhelfen, doch da müsste ich eine etwas konkretere  Fragestellung haben.

Kann man Le Pliage waschen?
Antwort: Ja! Schongang bei 20 Grad! Die dunklen Taschen bekommt man so sauber. Eine helle Pliage besitze ich leider nicht und kann deshalb keine Auskunft dazu geben.

Ach, und hier unser Bijoux:

Longchamp Le Pliage Statussymbol?
Antwort: Nicht kleckern. Klotzen! Noch besser beeindrucken lassen sich die lieben Freunde mit einem Schwimmbad im Keller oder einem süffisant durchgestrichenen Adelstitel auf dem Briefkopf.


                           Photo: Le Pliage

Sonntag, 20. März 2011

Das unnatürliche Ende einer Bilderbuchkarriere - Bin ich bereit zum Sprung ins kalte Wasser?

Ich überlege mir seit einiger Zeit ernsthaft, meinen Job zu kündigen. Es stimmen einfach zu viele Dinge nicht (click 1 click 2 click 3). Das größte Problem an der Sache ist jedoch, dass mir meine Tätigkeit hinten und vorne nicht entspricht. Ich kann zwar die Anforderungen erfüllen, doch meine Begabungen liegen komplett wo anders. Was ich seit einigen Jahren mache, mag zwar in den Augen der Gesellschaft prestigeträchtig sein. Doch es ist völlig das Falsche für mich. Und zwar so falsch, dass wenn man die Firma und den Boss auswechseln würde, es mir wahrscheinlich noch immer nicht entspräche.

Wie es dazu kam, dass ich landete, wo ich mir eigentlich seit Kindertagen sicher war, unter keinen Umständen hinzuwollen? Eine lange Geschichte. Ich denke, es hat viel mit den Werten zu tun, die in meinem Umfeld gelebt werden. Der fixen Idee, dass der Weg des geringsten Widerstands die Loser-Option ist. Meine "I can do it!" Attitüde, die manchmal ziemlich übertrieben ist. Die Situation ist so verworren, dass ich mir erst den einen oder anderen Gedanken dazu machen muss. Dann werde ich vielleicht mehr dazu posten. Mal sehen.

Falls wir umziehen, müsste es eigentlich ohne finanzielle Einschränkungen drin liegen, dass ich – zumindest für eine Ueberbrückungszeit – nur noch einer Teilzeitbeschäftigung nachgehe. Das Angebot einer solchen konkreten Beschäftigung besteht. Ich stelle mir vor, ein paar Monate la dolce vita zu genießen, und mir währenddessen genau zu überlegen, was ich mit meinem Leben anfangen möchte. Wo ich hingehöre. Was die Herausforderungen sind, und wo ich nicht nur mit meinen Fähigkeiten, sondern auch als Mensch beitragen kann.

Noch bin ich nicht ganz bereit zum Sprung ins kalte Wasser. Zu tief sitzt die Idee, eine vielleicht von Dritten als erfolgreich wahrgenommene Karriere in einer Top-Firma nicht "einfach so" aufgeben zu können. Doch ich denke, dass es lange nicht mehr dauert.