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Freitag, 3. Februar 2012

Neues von der Büro-Front - Endzeitstimmung

Wie meine alten Leser wissen - und meine neuen Leser hier nachlesen können - habe ich vor Weihnachten meinen Job gekündigt. Vielleicht interessiert es Euch, was danach geschah?
           
Da mein Boss mich vorrausichtlich – bedingt durch den firmenweiten Stellenabbau - nicht ersetzen darf, muss ich die volle Kündigungsfrist absitzen. Sechs(!) Monate. Ihr könnt Euch ja vorstellen, wie motiviert ich noch bin, das zu tun.

Die Stimmung im Büro ist allgemein auf dem Nullpunkt angelangt. Eine Hiobsbotschaft jagt die andere. Man hat das Gefühl, dass eine Art Säuberung stattfindet, ein totalitäres Machtsystem aufgebaut wird. Viele kompetente und beliebte Kollegen werden entlassen. Manchmal unter dem geringsten Vorwand. Manchmal aufgrund härterer Vorwürfe, von denen ich nicht weiß, wie viel Wahres dran ist. Andere Kollegen werfen das Handtuch. Es sind die mit den erstklassigen Lebensläufen. Sie haben das Glück, sich dem unberechenbaren und chaotischen Führungsstil unseres Chef-Chef-Chefs nicht unterordnen zu müssen. Wer bleibt, sind die Anpasser, nicht-Aufmuckser und Mitarbeiter mit geringen ethisch-moralischen Ansprüchen. Und leider auch nette Kollegen, die anderswo nicht die besten Chancen haben. Führt man so eine Firma zum Erfolg? Ich bezweifle es. Doch langfristiges Denken ist heutzutage in Großunternehmen Mangelware.

Leider verbleiben meine zwei Kollegen in diesem Arbeitsumfeld. Sie haben ab dem Sommer die Arbeitslast von vier Personen zu tragen. Mein Boss, der sich eigentlich für die Zukunft des Teams einsetzen soll, steckt den Kopf in den Sand.

Kommentare:

  1. Das tut mir echt leid für dich, dass du jetzt noch ein halbes Jahr bei dieser Firma rumgammeln musst...

    Was da zur Zeit abgeht, ist ja echt nicht mehr schön. Ich hoffe nur, dass das jetzt nicht das nächste halbe Jahr so weitergeht, da verliert man ja komplett die Arbeitsmoral.

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  2. Hm... wenn ich nicht wüsste, dass es nicht so ist, könnte man fast glauben deine und meine Firma wären identisch... allerdings kämpfe ich topmotiviert mit den neuen Herausforderungen - Moral hin oder her.

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  3. Sechs Monate ist aber wirklich verdammt lange und ich glaub dir gern, dass du nicht mehr super motiviert bist, wäe ich auch auf keinen Fall. Wünsch dir auf jeden Fall gutes Durchhaltevermögen auf der Zielgeraden ;)

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  4. Ich glaube, das ist inzwischen überall gleich. Die Guten gehen, der Rest bleibt. Fadenscheinige Gründe und Vetternwirtschaft.
    Finde ich aber krass, dass Du so ne lange Kündigungsfrist hast! Vielleicht kommst Du mit Urlaub und Überstunden nen Monat früher raus?

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  5. Ich hatte mich nicht getraut zu fragen, weil ich dachte, dass es zu persönlich sein könnte. Daher hab ich die Infos verschlungen :o)
    Tut mir leid, dass du das alles absitzen musst... das hört sich gar nicht gut an -.- ich wünsche dir viel Kraft!

    Würde mich freuen, wenn du Lust hast die Fragen zu beantworten: http://incredibleworldof.blogspot.com/2012/02/who-is-most-awesome-person-today.html

    Liebe Grüße
    LesFee

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  6. wirklich eine lange frist, die du da absitzen musst... bei dem umfeld ist es sicher ziemlich anstrengend...

    ich kenne so etwas ähnliches von meiner (nun endlich "alten") firma... das ist so demotivierend, wenn die guten gehen/gegangen werden und man am besten durchkommt, wenn man viel heiße luft produziert oder chef´s liebling ist... bäh!

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  7. Sechs Monate ist ja wirklich noch ewig, aber dann hast Du es wenigstens hinter Dir. ;) So nach dem Motto: Jeden Tag ein Strich auf dem Kalender, wie im Knast. ;O))

    LG

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  8. puh, 6 monate und dazu so eine topstimmung... :/ aber andererseits vergeht die zeit so schnell, dass du in 6 monaten denkst: was, schon vorbei - ganz bestimmt! weiterhin gutes durchhalten!

    LG

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  9. Oh man, das klingt ja furchtbar! :( Zum einen find ich es so schlimm, dass du nun so lange in einem Saftladen (entschuldige den Ausdruck) verharren musst, bis die Kündigungsfrist rum ist, zum anderen tun mir deinen beiden Kollegen aber sehr leid, die nicht gehen können und nun noch mehr Arbeit aufgehalst bekommen. :(
    Ich wünsche dir jedenfalls ein gutes Durchhaltevermögen! Die 6 Monate werden schnell rum gehen, da bin ich mir sicher. Du musst einfach nur dein Ziel vor Augen behalten: FREIHEIT.

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  10. In vielen Branchen sieht es leider ähnlich aus. Stichwort Konsolidierung - ich kann das Unwort nicht mehr hören. Unter diesen Umständen auszuharren ist z.iemlich übel. Bald steht der Thailand-Urlaub an, das ist wenigstens ein kleiner Hoffnungsschimmer...

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  11. 6 Monate können wirklich lang sein, wenn man jeden Tag mit Magengrummeln zur Arbeit fährt. Aber es ist zumindest ein Ende abzusehen und du kannst dich ganz offen schon nach was neuem umsehen.
    LG Sabine

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  12. Oh, das klingt ja furchtbar. Ich wünsche dir viel Durchhaltevermögen in den 6 Monaten! Machst du denn den anderen Job noch Teilzeit? Dann kannst du dort vielleicht wenigstens deine Motivation ziehen... Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg dabei! Liebe Grüße

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  13. Ich wünsche dir jetzt einfach mal ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen!! Schnapp dir einen Abreißkalender oder kreuze jeden Tag auf nem normalen Kalender durch... und ganz am Ende steht das Ziel - Freiheit!! :)

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