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Freitag, 9. September 2011

Neues von der Büro-Front - Was mache ich bloß mit Anne?

Das Schicksal hat mir meine gute Freundin Anne nun auch zur Bürokollegin gemacht. Zwar arbeiten wir nicht für den gleichen Vorgesetzten, doch haben auf Projektbasis öfter miteinander zu tun.

Schön. Eine Freundin im Büro, mag sich mancher denken. Doch leider ist diese Freundschaft dabei, am Büroalltag zu zerschellen.

Anne ist unheimlich ehrgeizig. Sie möchte etwas erreichen. Die Arbeit gibt ihr das Gefühl, Sinnvolles zu tun und ausgefüllt zu sein. Dem steht ja eigentlich nichts entgegen. Doch leider befindet sich Anne im unbewussten(?) Konkurrenzkampf mit mir. Und so was macht die Milch sauer.

Während es sich in der Mittagspause mein Blackberry  in meiner Handtasche gemütlich macht, liegt Anne’s auf dem Serviertablett. Und blinkt rot und bedrohlich. Zwischen der Gabel Erbsen und dem Häppchen Kartoffelgratin werden schnell Nachrichten gelesen. Es könnte ja etwas sein. Etwas unaufschiebbar Dringendes, der Größenordnung Vulkanausbruch oder bevorstehender Büro-Supergau.

Beim Espresso unternehme ich gefühlte zwanzig Versuche, das Gespräch auf ihre neuen Schuhe, das Wetter, das bevorstehende Wochenende zu lenken. Null Chance. Wir sind mittlerweile dabei angelangt, dass sie mit der kompletten Teppichetage auf Du und Du ist.

Ich will kein Kräftemessen, denn dies ist eine Freundschaft. Alles, was ich möchte, ist, dass es uns gut geht. Doch ich langsam befürchte ich, dass das uns nicht mehr von langer Dauer sein wird.

Kommentare:

  1. traurig...

    ist mir leider auch schon passiert... allerdings auch bereits andersrum... abstandsfreunde, nahe kollegen, nahe freunde

    wie sieht es denn mit deinen weiteren plänen aus?
    bleibst du?

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  2. Sowas ist wirklich schwierig. Seid ihr denn schon lange befreundet?
    Ich hoffe das diese Freundschaft nicht durch den Büroalltag zerbricht.

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  3. Hm... vielleicht solltet ihr nicht mehr zusammen zu Mittag essen und euch nur noch abends treffen. Wer abends übrigens sein Smartphone auf den Tisch legt hat bei mir ausgesmartet und wird dismissed ;)

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  4. In der Tat scheint bereits bestehende Freundschaft am Arbeitsplatz genauso gefährdet zu sein wie sich dort anbahnende Liebeleien...Rat von Penelope:
    Let Karma take care of it!

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  5. Kenn ich. :o) Sprich sie darauf an. Ich glaube, das ist das Einzige, was da noch hilft...

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  6. Oh, oh, das klingt nicht gut...

    Ich weiß aber leider auch nicht, wie du die Situation ändern könntest...

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  7. Miss Winkelmann, leider muss ich Dir sagen, dass es nicht gut geht. Bei war der gleiche Fall. Meine damals beste Freundin wurde engestellt. Auch sie war sehr ehrgeizig und hatte es von anfang an auf meinen Posten abgesehen. Leider machte sie auch vor Verleumdungen nicht halt. Ich habe mich immer zurückgehalten und sie ist gegangen. Aber heute schauen wir uns nicht mehr an. Schade eigentlich. Aber sind das Freundinnen?
    Einen guten Start ins Wochenende wünscht
    Irmi

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  8. Eigentlich gibt es nur eines... Ehrlichkeit!
    Ein ehrliches Gespräch mit Ihr und zwar nicht auf der Arbeit- sondern vielleicht mal bei einem schönen Cocktail!
    Erzähl ihr von Deinen Ängsten, die Freundschaft zu ihr zu verlieren und sprich mal aus, dass Du nicht ihre Konkurrentin sein möchtest ... was anderes würde mir nicht einfallen!

    Vielleicht ist es ihr auch gar nicht so bewusst und in einem Gespräch wird es das?
    Und wenn es ihr bewusst ist, müsst Ihr vielleicht ein bisschen abgrenzen... also privat und beruflich!?

    Ich hoffe, dass Ihr das hinbekommt!

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  9. Ich befürchte auch, dass es auf Dauer eure Freundschaft kaputt macht. War damals mit meiner besten Freundin in einer Klasse, 1 Jahr später waren wir total zerstritten und wegen den banalsten sachen angepisst. Als ich dann kurze Zeit später auf eine andere Schule wechselte (nicht wegen ihr) wurde es wieder total schön & wir sind bis heute fast 10 jahre befreundet aber damals dachte ich das dass nichts mehr ist. Schule wechseln ist leicht, beruflich hingegen eher schwierig.

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  10. Geschäft und Freundschaft muss man immer trennen. Das wird nix...

    Ich drücke die Daumen, dass es bei Euch doch anders läuft.

    LG

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  11. ohje...du klingst ziemlich hin und her gerissen!

    wünsch dir weiterhin viel erfolg...mit anne, mit der arbeit und mit deinem tollen blog !


    xoxo

    www.lotustraum.blogspot.com

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  12. oh ja konkurenzkampf kann schwer werden und eine freundschaft sehr belasten. und drüber reden hilft ja auch nicht viel, leider. sie wird ja kaum weniger ergeizig sein woll. und auch wenn man versucht es zu akzeptiert, so fühlt man sich neben ihr doch immer schlecht.

    und wenn man versucht zu verdrängen, dass sie eine Freundin ist und sie einfach nur als Kollegin (namenlos am besten) sieht? geht das?

    Hmm..

    liebe grüsse

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  13. hmm das ist wirklich nicht so gut.. klingt nach einem sehr unangenehmen gespräch was da dringend geführt werden sollte..

    ich drück dir die daumen, dass es noch eine positive wendung gibt:)

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  14. Marion Knaths Tipps finde ich interessant, auf zeit.de findest Du gute Beiträge:
    http://video.zeit.de/video/43537807001#autoplay

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