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Samstag, 29. Januar 2011

"Mind...the gap!"

Alle, die schon mal die Londoner U-Bahn benützt haben, kennen bestimmt auch die Warndurchsage betreffend klaffendem Abgrund zwischen Waggon und Bahnsteig. An Stationen mit besonders großer Spalte kündigt dies eine Männerstimme in bedeutungsschwangerem Tonfall nochmals extra an. Wir nehmen es lächelnd zur Kenntnis und können uns kaum vorstellen, dass es irgendeiner nicht abrafft, dass hier ein besonders großer Schritt vonnöten ist. Nun ja. Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall.

Die Bahn hält in Kings Cross. Ich bin gedanklich komplett woanders, irgendwo zwischen Einkaufsliste und dem Nirwana. Ich mache den Schritt zur Bahn raus und synchron zur Ankündigung von "...Gap" bleibe ich mit meiner Stiefelspitze in diesem hängen. Schicksal sei Dank - Mein Fall endet sehr sanft in den starken Armen eines charmanten Anzugträgers, der im letzten Moment zu meiner Rettung geeilt war. Wie wir sie doch lieben, die englischen Gentlemen!

PS. Nein, ich habe den Fänger leider nicht geheiratet. Es wäre zu schön gewesen.

PPS. O-Ton Herr Winkelmann: Der ging doch bestimmt von aus, dass Du direkt aus dem Pub kamst!





Kommentare:

  1. Süße Geschichte! Lebst du in London?

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  2. haha, kann ich mir bildhaft vorstellen. mein freund haette nen aehnlichen kommentar gemacht. und wenn man mal ne weile in London gelebt hat kann man ja auch verstehen warum... :)

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