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Donnerstag, 1. August 2013

Ueber Wanderfreuden, eine geschenkte Aprikosentarte und einen Hund, der kein San Pellegrino mag

Letztes Wochenende hat uns die Wanderlust gepackt. Mit Hund und Rucksack sind wir losgedüst, um einige Tage in den Bergen zu verbringen. Wir haben mal wieder gemerkt, dass es keine Fernreise sein muss, um Schönes zu erleben.
Bergsee. Leider blieb vor lauter Wandern das Plantschen auf der Strecke. Zudem ist es mit Stanley und Wasser nicht weit her.
Herzhaftes Essen im Biergarten. Die Wurst zum Salat hätte nicht unbedingt sein sollen. Doch nach einer anstrengenden Wanderung liegt's wahrscheinlich drin. 
Stanley hat Mühe mit der Hitze. Das mitgebrachte Wasser (0.5l) reichte für den Hund nicht aus. Deshalb versuchten wir es mit unserem San Pellegrino. Doch er fand Sprudel einfach nur Bäh! Etwas später füllte ich Wasser aus dem See nach und war nachher ziemlich nass. Bei den Temperaturen nicht mal schlecht. 
Mal wieder am Essen, doch dieses Mal gesund.
Am Sonntag nahmen Caroline und Klein-Jill eine längere Zugfahrt auf sich, um mit mir einen Gipfel zu erklimmen. Die Kinderwagen-Wanderung mit entpuppte sich als völlig ungeeignet, da es streckenweise auf einem Schotterweg höllisch abwärts ging. Caroline und ich hingen mit aller Kraft am Wagen und fanden's wie immer sehr lustig. Jill schlief komischerweise trotz unserer Lachanfälle und dem Gerüttel durch.
In einer Berghütte bekamen wir vom netten Wirt den Rest einer Aprikosentarte geschenkt. Es war schon spät am Nachmittag. Der Wirt meinte, er wolle nicht schon wieder übrig gebliebenen Kuchen zum Abendessen. Ob wir Interesse haben? Na klar! Die Garte schmeckte super lecker, fruchtig und nicht sehr süß. Doch zum Abendessen gab es anschließend nur noch Fruchtsalat. (Hallo schlechtes Gewissen!)
Alles in allem ein sehr schönes Wochenende mit viel Bewegung, schöner Natur und in anregender Gesellschaft. 

Montag, 29. Juli 2013

Mal wieder kreativ - Im Glasperlen Fieber

Manchmal will ich von Zahlen, Steuern und Renditeoptimierung meines Mini-Imperiums nix mehr hören, sondern einfach was mit den Händen machen. Ich probiere gerne Neues aus und so bin ich letztes Jahr nach dem Venedig-Urlaub auf's Herstellen von Glasperlen gestoßen. (Wie das genau funktioniert, könnt ihr hier nachlesen.) 


Glas ist ein toller Werkstoff, solange man nicht zu blöd ist, aus lauter Faszination ab und an in die Flamme zu greifen. Man sucht sich bunte Glasstäbe aus, überlegt sich, was man machen möchte und los geht es. Letzte Woche war ich wieder im Atelier und habe unter Anleitung einer erfahrenen Künstlerin dieses Armband aus Glasscheibchen gemacht. Ich tendiere ja immer zu Blau und Grün, Weiß und Dezent. Doch dieses Mal wollte ich unbedingt was in Bunt! Deshalb habe ich mir für's Arbeiten korallenfarbenes und farbloses Murano Glas ausgesucht. Obwohl ich bloß eine Farbe verwendet habe, ist das fertige Produkt mehrfarbig. Ich denke, das hat damit zu tun, dass das Glas völlig ungeplant unterschiedlich heiß wurde.
Mir gefällt das Armband sehr gut. Gerne trage ich es zu einer weißen Skinny mit weißem Shirt und goldenen Gladiatorensandalen. Es peppt das Outfit auf. 

Dienstag, 23. Juli 2013

Jet Setting Doggies and Babies?


Jeder, der mich ein wenig besser kennt, wird euch schmunzelnd erzählen, dass ich gerne meine Meinung grundlegend ändere. Nervig, finden einige. Man lernt immer wieder dazu, finde ich.
Doch nun zur Story. Wenn ich für einen Langstreckenflug einchecke, bitte ich das Lufthansafräulein, mich ja nicht in die vorderste Reihe zu setzen. Denn da sind meist die putzigen Kleinen in ihren Liegebettchen platziert. Die - im schlimmsten Fall - von Singapur nach Frankfurt durchbrüllen. Sitze ich dennoch ungünstig und der Super Gau tritt ein, muss ich mich beherrschen, die Eltern nicht mit der Frage anzusprechen, ob der kleine Schreihals denn keine Oma hätte, bei der man ihn parken könnte? Da hätten schließlich alle Beteiligten mehr davon.
Doch nun ist – mal wieder - alles anders. Denn ich habe einen Hund. Und kann plötzlich nachvollziehen, wie bereichernd es ist, die kleinen Zwei- und Vierbeiner an den schönsten Orten dabei zu haben. Im Sand kann man ja so toll buddeln, schnüffeln und nach Mäusen jagen. Endlich kann ich nachvollziehen, warum man Babies den Langstreckenflug zumutet.
Mit meiner neu gewonnenen Erkenntnis schlich ich also bei Fressnapf um die Flugboxen. Man könnte ja, eventuell... "Garantiert nicht nach Amerika!", unterbricht mein Mann meine Gedanken. Nein, einen Langstreckenflug wollte ich Stanley nicht zumuten. Doch vielleicht könnte man den Doggie zu unserem Familientreffen mitnehmen, was dieses Jahr bei den Schwiegereltern stattfinden sollte? Nach einigen Abklärungen buchten wir die Flüge und kauften die Flugbox.
Um Stanley optimal auf den Flug vorzubereiten, spielten wir ab und an mit ihm Flugsimulator. Das heißt, wir setzten den Doggie in die Box, saugten im Dunklen lautstark Staub und rüttelten im Hinblick auf Turbulenzen an der Box. Nachdem sich Stanley von unserem Theater wenig beeindruckt zeigte, konnte die große Reise losgehen.
Vor dem Flug gab ich ihm im Abstand von zwei Stunden je 6 Tröpfchen Rescue Remedy für Haustiere. Dann setzten wir den Hund problemlos in die Box und gaben ihn ab. Ich kann nicht behaupten, dass ich während des Fluges sehr entspannt war. Ständig lauschte ich nach nicht vorhandenem Stanley-Gewinsel. Doch als wir am Ankunftsflughafen am Gepäckband standen und als erstes die Box mit unserem übelst gechillten Hundi auf dem Band die Runde drehte, wusste ich, dass wir ihn öfter mitnehmen können. (Als er uns dann durch’s Gittertürchen erspähte, war die Wiedersehensfreude groß. Die hüpfende und bellende Box sorgte für einige Lacher in der Ankunftshalle.)
Was würde ich anderen Menschen raten, die überlegen, mit ihrem Hund zu fliegen? Ich finde es gut machbar, wenn folgende Bedingungen gegeben sind:
1. Das Tier zeigt keinen Stress oder Angst beim Einchecken oder nach dem Flug.
2. Man macht Urlaub bei der Familie oder Freunden, die ebenfalls einen Hund haben oder bereit sind, einen aufzunehmen. Eine hundetaugliche Ferienwohnung funktioniert sicher auch.
3. Die Urlaubsdestination eignet sich für Hundeferien.
4. Man ist gut vorbereitet, hat notwendige Impfungen machen lassen und die benötigte Doggie Ausrüstung im Gepäck.
5. Die Flugzeit ist maximal 3 Stunden und der Flug wird von einer vertrauenswürdigen Airline durchgeführt (z.b. Lufthansa).

Montag, 10. Juni 2013

Ein Wochenende in Südfrankreich: Provence und Cote d'Azur

Da es nun seit Wochen durchregnet, beschlossen wir uns anstelle von Geburtstagsgeschenken ein gemeinsames Wochenende an der Sonne zu gönnen - in Südfrankreich. In üblicher mehr-ist-mehr Manier packten wir sämtliche Villages perchés (Bergdörfchen) und Küstenorte in Reichweite mit ins Programm. Am besten lasse ich die Bilder sprechen.

Meine Lieblinge waren die Bergdörfchen Vence und Mougins, der Hafen von Cap Ferrat, die Jugenstilarchitektur in Nizza, die Croisette in Cannes und die beeindruckenden Luxuspötte im Jachthafen von Antibes. Aus Jux hat mein Mann die Preise gegoogelt. Für 360'000 Euro die Woche(!) kann man eine hübsche 12-Personen Jacht anmieten. Schnäppchen, oder?
Wir haben uns quer durch das Angebot regionaler Köstlichkeiten probiert. Pissaladière (Zwiebelkuchen), reife(!) Erdbeeren, Zucchiniquiches, Tarte Tatin, Fischsuppe und natürlich Macarons. Das Highlight? Der von Julia oft besprochene Café Gourmand, bestehend aus einer Tasse Espresso und einer Auswahl an kleinen süßen Häppchen.
Das Fazit? Eine wunderschöne Gegend, in die ich definitiv zurückkommen möchte. Kennt ihr Südfrankreich? Sprecht Euch diese Region an?

Samstag, 8. Juni 2013

A lazy summer afternoon

Da das Wetter spitzenmäßig ist, haben wir drei uns auf der Terrasse wohnlich eingerichtet. Zum Kaffee gibt es selbst gemachte Himbeertörtchen, da ich Lust hatte, etwas Sommerliches zu "backen". Danach hole ich mir ein neues Buch aus meinem Bücherschrank und mache es mir auf der Liege gemütlich. Pures Sommerfeeling!
Der kleine Freund liegt zwischen uns, leicht beleidigt, weil er kein Törtchen erwischt hat.
Und wie verbringt ihr Euer Wochenende?

Donnerstag, 6. Juni 2013

The "Life List" - My Plans, Hopes and Dreams

Manchmal sollte man sich hinsetzen und darüber nachdenken, was man in diesem Leben alles erleben und verwirklichen möchte. Denn was nachher kommt, weiß ja keiner so genau. Ich greife jetzt einfach mal nach den Sternen:
1. Einmal im Zeitlupentempo die Welt umrunden. Am liebsten per Schiff. 
2. Ein Hundebaby großziehen. (Das Ding ist ja quasi schon am laufen, da sich unser Stanley für klein-klein-klein hält.)
3. Den Familienroman aufschreiben, den ich im Kopf habe. 
4. Für eine Weile in der südlichen Provence leben.
5. Eine ausgeglichene, gechillte Attitüde entwickeln und mich nicht mehr über Dinge aufregen, die ich nicht ändern kann.
6. Einen Workshop über kreatives Schreiben im englischen Nirgendwo besuchen.
7. Richtig gut Autofahren lernen. Auch bei uns, wo die Straßen eng sind. 
8. Ein Sommerhaus in Maine mieten. (Hat jemand eine Idee, wie man den Hund über den Atlantik schafft, ohne ihm einen Langstreckenflug zuzumuten?)
9. Mit Murano-Glas arbeiten und schöne Trinkbecher herstellen.
10. Meine Fähigkeiten und mein Wissen an andere Menschen weitergeben, die nicht so viel Glück im Leben haben.
11. Nochmals die Korallenriffe im Indischen Ozean sehen. Mich von der blauen Unterwasserwelt verzaubern lassen.
12. Die Idee mit der jährlichen Family Reunion umsetzen, die Onkel Hans-Christian in Rügen hatte.
13. Das Pied-à-Terre in London. (Und den Lottogewinn bitte gleich dazu, denn das wird teuer).
14. Das außergewöhnliche Leben meiner Großtante in Indonesien in den 1920er erforschen und aufschreiben.
15. Einen Photokurs besuchen und mir viel Zeit nehmen, schöne und ungewöhnliche Bilder zu machen. 
16. Meinen Vater nochmals sehen. (Geht eventuell, wenn ich mal tot bin. Doch so genau weiß das ja keiner). 
17. Dankbar sein. Jeden Tag. Für die Kleinigkeiten, die das Leben ausmachen.
Was sind Eure Träume und großen Pläne? Schreibt sie auf und verlinkt Eure Blogs:

Montag, 3. Juni 2013

Unsere zwei Monate mit Stanley

Zwei Monate ist es nun her, seit wir Stanley ein neues zu Hause gegeben haben. Er mag nicht der Schlaueste oder Schönste sein, doch in puncto Originalität kann er jeder Katze das Wasser reichen:
1. Doggie hat Angst vorm Staubsauger. Dieser wird angeknurrt. Verteidigt der Staubsauger lautstark sein Revier, springt Stan semi-hysterisch hinter Herrchen. Sicher ist sicher.
2. Stanley ist der Klassenclown der Hundeschule. Wirft man den Beutedummy nach vorne, damit er ihn apportiert, schießt Stanley blitzartig nach hinten los, um den sympathischen Labrador zum Spiel aufzufordern.
3. Stanley fiel neulich aus Neugierde in den Swimming Pool der Nachbarn und musste vom schwimmenden Herrchen "gerettet" werden. (Wir werden bestimmt wieder eingeladen).
4. Er weiß, dass es Frauchen unheimlich glücklich macht, wenn er mit ihr vor dem Selbstauslöser posiert. Ob seine Nase dabei unvorteilhaft aussieht, stört ihn wenig.
5. Stanley hat Angst vor Hunden im Handtaschenformat.
6. Hundi hat neulich beim Spaziergang eine Maus gekillt. Die Konsequenz war ein völlig übersteigertes Selbstbild für die nächsten fünf Minuten. (Eine zweite Maus vermutet er übrigens unter der Fernsehkonsole).
7. Er hat noch nicht mitbekommen, dass er ein großer Hund ist, sondern hält sich für einen Welpen. Beim Fernsehen hält er mit Präferenz zusammengeringelt auf Herrchen's Schoß sein Nickerchen. 
8. Stanley hat Angst vor dem Gymnastikball.
9. Stanley hat überdimensional große Lefzen. Das sieht besonders komisch aus, wenn er mit der Schnauze flach auf dem Boden liegt.
10. Er ist der knuddligste aller Knuddelhunde.